v.l.: Tallafuss, Oberbichler, Formanek, Kraus, Starke, Heil, Kasper, Merta, Jirgal. Fotos: BRV
Die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen gewinnt in Österreich zunehmend an Bedeutung – und digitale Lösungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Beim diesjährigen BRV-Tag wurde deutlich: Um die Verwertung von Bau- und Abbruchmaterialien zu unterstützen und vorhandene Ressourcen gezielter einzusetzen, braucht es neben geeigneten regulatorischen Rahmenbedingungen auch digitale Werkzeuge, die Informationen transparent und strukturiert verfügbar machen.
Ein Programmpunkt der Veranstaltung war die Präsentation der Recycling Plattform Bau durch Katharina Heil. Die Plattform zeigt, wie Digitalisierung die Planung und Koordination von Materialströmen unterstützen kann. Durch die digitale Vernetzung von Materialanbietern und potenziellen Abnehmern werden Informationen über verfügbare Recyclingbaustoffe, deren Standorte und mögliche Verwertungswege leichter zugänglich. Dadurch lassen sich regionale Verwertungsmöglichkeiten gezielter identifizieren und bestehende Verwertungskapazitäten bei der Planung besser berücksichtigen. Je nach Projekt und Rahmenbedingungen können sich daraus auch Möglichkeiten zur Optimierung von Transportwegen ergeben.
Gerade im Bereich Bodenaushub, der einen bedeutenden Anteil der in Österreich anfallenden Bau- und Abbruchmaterialien ausmacht, eröffnet die digitale Vermittlung neue Möglichkeiten. Durch die strukturierte Erfassung und Bereitstellung relevanter Materialinformationen können geeignete Verwertungswege leichter gefunden und potenzielle Einsatzmöglichkeiten frühzeitig berücksichtigt werden. Dabei bleiben die jeweiligen Qualitätsanforderungen und rechtlichen Vorgaben maßgeblich.
Für VITAVO verdeutlicht dieses Beispiel das Potenzial digitaler Technologien, die praktische Umsetzung der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen zu unterstützen. Plattformlösungen wie die Recycling Plattform Bau verbessern die Transparenz über Materialangebote und Verwertungsmöglichkeiten, erleichtern die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten und schaffen eine digitale Grundlage, um ökologische Zielsetzungen und wirtschaftliche Anforderungen bei der Planung von Bauprojekten besser miteinander zu verbinden.


Weitere Neuigkeiten


